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Bachblüten - Eine Übersicht

 

Übersicht   Die 38 Bachblüten   Rezeptbausteine   Deutsche und botanische Namen

 

Herzlichsten Dank an unsere Netzwerkerin lilitinker.
Sie hat sich mit der Erstellung der Texte zum Bachblütenkomplex wirklich enorm viel Mühe gegeben und uns dann die Texte zur Verfügung gestellt.

 

In diesem Artikel:(c) by S. Hofschlaeger pixelio.de

Was sind Bachblüten?

Der Name geht zurück auf den englischen Arzt und Homöopath Edward Bach (1886 – 1939). Auf der Höhe seiner Karriere gab er seine Praxis und seine hohe Reputation in London auf, um aufs Land zu ziehen und sich fortan der Erforschung von Naturheilmitteln zu widmen. In der Natur suchte und fand er – geleitet durch Intuition - Heilmittel, die Körper und Geist helfen, sich selbst zu heilen. Durch zahlreiche Selbstversuche entwickelte er aus wild wachsenden Pflanzen und dem Heilwassser einer Quelle 38 heilsame Essenzen.

Bachs Philosophie war Zeit seines Lebens ganzheitlich geprägt. Bereits in seiner ärztlichen Praxis fiel ihm auf, dass bestimmte Krankheiten mit Gemütszuständen in Verbindung stehen. Was oft genug bedeutet, dass ein negativer Gemütszustand eine Krankheit überhaupt erst auslösen kann. Durch seine heilenden Essenzen wollte er nicht nur die Selbstheilungskräfte aktivieren. Er wollte auch die Wahrnehmung und das Bewußtsein schärfen, welches Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht bringt. Das wichtigste Ziel der Bachblüten-Therapie ist also die Reharmonisierung der Persönlichkeit nach dem Leitsatz „Behandle den Menschen, nicht die Krankheit“. Bleibt die Frage, inwieweit dieser Satz auch für Tiere zutrifft.


Wirken Bachblüten auch bei Tieren?

Ein Schweizer Tierarzt sagte einmal: „80 Prozent aller Bachblütenmischungen, die ich für Haustiere zusammenstelle, sollten besser deren Besitzer einnehmen“. Damit meinte er wohl, dass sich menschlicher Stress und negative Emotionen sehr wohl auf Tiere auswirken können. Es mag gut sein, dass an dieser Aussage Wahres dran ist. Vielleicht sollte der ein oder andere Katzenbesitzer auch darüber nachdenken – Inhalt dieses Berichts ist das Statement aber nicht!

Bleiben wir also bei den Tieren und stellen die gute Nachricht voran: Ja, Bachblüten wirken zuverlässig bei vielen Störungen und bei Disharmonie, sie stabilisieren auf feinstofflicher Ebene das seelische Gleichgewicht – und manchmal auch daraus resultierende gesundheitliche Probleme. Katzen werden (oft im Gegensatz zu den Menschen) völlig von ihren Gefühlen geleitet. Das heißt, sie sind nicht in der Lage, kognitive Entscheidungen zu treffen. Von wegen „Heute nehme ich mir vor, meine Angst zu überwinden und den fiesen Nachbarskater zu vermöbeln“ geht bei Katzen nicht. Da sie unangenehmen Gefühlssituationen oft nicht ausweichen können, manifestiert sich daraus mitunter eine Verhaltensstörung. Genau da setzt die Wirkung der Bachblüten an.

Die schlechte Nachricht ist: Es kann sehr mühsam sein, die richtige Bachblüte oder Bachblütenmischung zu finden. Ein Beispiel: Es gibt etwa sechs verschiedene Blüten, die unter anderem Ängste beheben können. Therapiert man Menschen mit Bachblüten, kann man durch gezieltes Fragen die Auswahl der Blüten eingrenzen: Gibt es konkrete Angst vor bestimmten Situationen oder Dingen? Oder sind das abstrakte, irrationale Ängste, etwa vor Einbrechern oder Angst im Dunkeln? Eine Katze kann man nicht danach fragen, denn der auslösende Ursprung der Angst ist selten bekannt. Mitunter ist eine Verhaltensstörung auch Interpretationssache. Kann man sich wirklich sicher sein, dass die Katze ängstlich ist – oder könnte das Verhalten auch aus mangelndem Selbstvertrauen oder Unsicherheit resultieren? Dafür gibt es nämlich ganz andere Essenzen. Grundsätzlich gilt: Symptome haben Ursachen und die gilt es herauszufinden. Diese Überlegung sollte der Therapie vorangestellt werden, bevor mehr oder weniger wahllos mit Blüten herumexperimentiert wird.

Bachblüten können auch begleitend bei manchen Erkrankungen gegeben werden. Sei es, dass die Katze mit der (meist chronischen) Krankheit gelassener umgehen kann oder auch, wenn der Krankheit eine Stresssituation zugrunde liegt. Beispielsweise entstehen Blasenentzündungen oder Allergien auch durch Stress. Die körperliche Wirkung ist bei den entsprechenden Blüten aufgeführt.


Wogegen  helfen Bachblüten gar nicht?

Katzenbesitzer müssen sich vor Verabreichung von Bachblüten schon die Frage stellen, was genau therapiert werden soll. Handelt es sich tatsächlich um eine Verhaltensstörung, unter der das Tier leidet? Oder will man der Katze „Macken“ austreiben? Letzteres geht gar nicht. Wenn das Fellchen schon immer die Wurst vom Brot geklaut hat, hilft auch keine Bachblüte. Wenn eine Katze mit ihrem Umfeld nicht klar kommt – etwa weil sie Einzelprinzessin sein will oder die Haltungsbedingungen falsch sind – ist die Gabe von Bachblüten sicher zwecklos. Nicht jede Katze hat das Bedürfnis, mit ihrem Mensch in enger Verbindung zu sein. Daran können auch Bachblüten nichts ändern. Dem Katzenpersonal muss unmissverständlich klar sein, dass die Samtpfoten charakterstarke Individuen sind. Sie verbiegen sich nicht und sie lassen sich weder vermenschlichen noch umkrempeln.


Dosierung und Anwendung

Die Konzentrate gibt es in sogenannten Stockbottles in der Apotheke oder im Internet zu kaufen. Ein ganzer Satz mit den 38 Bachblüten und mit einer oder zwei Notfallmischungen (Rescue) ist etwas günstiger. Die Anschaffung eines Komplettsets lohnt aber nur, wenn man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt – preisgünstig sind Bachblüten nämlich nicht. Zusätzlich braucht man 10 - oder 20 ml-Pipettenflaschen mit einem Tropfverschluss und etwas gutes Wasser (Quellwasser, kohlensäurefreies Mineralwasser oder abgekochtes Wasser). Von der ausgewählten Blüte gibt man ein bis zwei Tropfen pro 10 ml in die Pipettenflasche und füllt sie mit dem Wasser auf. Man kann auch mehrere Blüten zusammenmischen, die Fachliteratur spricht von maximal sechs Blüten. Sinnvoller ist manchmal, nur zwei bis drei (unterschiedlich wirkende) Konzentrate zu mischen, damit man am Ende besser eingrenzen kann, welche Blüte letztlich geholfen hat. Von der verdünnten Mischung  gibt man erwachsenen Katzen  zwei- bis viermal täglich vier Tropfen in wenig Nassfutter. Noch besser ist natürlich, in Fleisch eine kleine Tasche zu schneiden und die Blüten eintröpfeln zu lassen. Blütenmischungen für Menschen konserviert man übrigens mit einer Alkohol-Wasser-Mischung. Da die Katzen-Bachblüten wegen des ausschließlichen Wasserzusatzes nicht genauso lang haltbar sind, bewahrt man die fertige Mischung am besten im Kühlschrank auf. Wer sich nicht mehrere Stockbottles anschaffen möchte, kann auch auf Fertigmischungen zurückgreifen, die viele Internet-Apotheken mittlerweile anbieten. In diesem Fall aber bitte darauf hinweisen, dass die Mischung für Tiere gedacht ist!

Mittlerweile gibt es Bachblüten auch als Globuli. Der unschlagbare Vorteil der Globuli ist, dass sie im Gegensatz zu den Essenzen keinerlei Alkohol enthalten. Ein Nachteil ist, dass man sie nicht mischen kann. Außerdem werden sie – wie alle Globuli – am besten über die Schleimhäute aufgenommen. Was bedeutet, dass man sie am besten direkt ins Mäulchen stopft. Morgens und abends sollte die Katze dann ein Kügelchen bekommen.

Für Bedenkenträger: Keine Angst vor unerwünschten Nebenwirkungen oder falscher Dosierung. Schlimmstenfalls hilft die gewählte Blüte nicht, mehr passiert nicht. Durch die sehr hohe Wasserverdünnung ist der in den Essenzen enthaltene Alkohol fast nicht mehr wahrnehmbar. Wenn es dennoch Bedenken gibt: Entweder ein Leckerli mit vier Tropfen der Mischung präparieren und ein paar Stunden beiseite legen – dann ist der Restalkohol verflogen. Oder die Tropfen auf das Fell träufeln, am besten in der Nackengegend. Die meisten Tierheilpraktiker oder homöopathisch arbeitenden Ärzte arbeiten wegen der einfacheren Anwendung lieber mit Essenzen statt Globuli.

Die Anwendungszeit bei Katzen ist individuell verschieden. Sie dauert zwar nicht länger als bei Menschen, die oft schon nach einem Tag die Wirkung spüren. Manchmal scheint es so, dass die Katze ihre neue Befindlichkeit zwar wahrnimmt, sie sich aber erst in dieser Situation erproben muss. Sie wirkt vielleicht auch überrascht, warum sie plötzlich mutiger,zufriedener, verspielter - oder was auch immer wird. Wenn man nach etwa zwei Wochen keinerlei Erfolge sieht, war die ausgewählte Blüte die falsche.


Welche Blüte hilft am besten?

Mal abgesehen davon, dass man bei den Fellkugeln oft den Ursprung einer Verhaltensstörung nicht kennt und deshalb unsicher bei der Wahl der richtigen Blüte ist, gibt es noch ein anderes Problem: Auf den Menschen bezogen, gibt es hervorragende Fachliteratur zum Thema Bachblüten. Die katzenspezifische Literatur scheint mitunter widersprüchlich und „vermenschlicht“ zu sein. Es ist schlicht nicht möglich, ein bestimmtes Verhaltensmuster eins zu eins von Menschen auf Katzen zu übertragen, was schon mal übersehen wird. Man kann davon ausgehen, dass Katzen bestimmte Blüten sehr selten brauchen. Katzen können nicht abstrahieren und keine kognitiven Schlüsse ziehen. Eine Katze wird sich wohl kaum in die gleichen problematische Situationen verwickeln, unter denen Menschen leiden. Wenn beispielsweise eine Blüte darauf abzielt, seinen geistigen Irrtum zu erkennen, ist die Katze nicht unbedingt der behandlungsbedürftige „Patient“. Der Vollständigkeit wegen sollen alle Blüten, deren allgemeines Potential und deren mögliche Anwendung aufgeführt werden.


Ganz wichtig:
Wer sich nicht absolut sicher ist, dass es sich „nur“ um eine Verhaltensstörung handelt, sollte seine Katze unbedingt von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker untersuchen lassen. Oft haben Wesensänderungen krankhafte Ursachen, die völlig anders behandelt werden müssen.

Bildquelle: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 25. Januar 2014 02:13

Gesendet: 26 Jan 2014 11:52 von urlaubspfoten #92158
urlaubspfotens Avatar
Danke lilitinker für diese sehr gute und übersichtliche Zusammenstellung der Bachblüten. Ich hab´s jetzt ehrlich nur quer gelesen, da mein Pensum in Sachen Katz wirklich mehr als erfüllt ist momentan :zicken: aber ich finde es grossartig und sehr hilfreich das alles nun hier im KNW nachschauen zu können. Ganz lieben Dank dafür und vor allem für die vielen, vielen Stunden Arbeit, die du dir hier gemacht hast. Ich weiss wieviel Recherche bei so etwas dahintersteht und bis dann alles Wissen wieder auf einen gut lesbaren und verständlichen Text runterreduziert ist, dauert auch noch mal Tage! :friends: DANKE :love:
Gesendet: 25 Jan 2014 02:22 von kaahrl #92103
kaahrls Avatar
Kurz und knapp: Danke lilitinker fuer diesen hervorragenden Content, den ich soeben fertig eingearbeitet, layoutet und online gestellt habe!

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Eure Meinung über KNW...

Zum Schluss möchten wir noch den netten Menschen danken, die uns von Spanien nach Deutschland gebracht haben, uns ein neues Zuhause vermittelten und hoffen, dass es da draußen noch einige Menschen gibt, die sich vielleicht freuen würden, unsere Geschwister und Artgenossen aufzunehmen. Diese würden es euch sicher danken mit Kuscheleinheiten, Schnurren und der Betätigung der Lachmuskeln.
Ein großes DANKE gilt auch unseren Pflegeeltern, die uns so herzlich aufgenommen und uns an Deutschland gewöhnt habe. Wir werden euch nie vergessen und freuen uns schon sehr auf euren Besuch in unserm neuen Zuhause!

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Gut zitiert...

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(Theodor Heuss)
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