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Begriffe rund um die Katze - ein Lexikon

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Ein großes Dankeschön an unsere Netzwerkerin Lilitinker, die die ersten 150 Beiträge, rund um das Thema Katzengesundheit, unseres Lexikons verfasst hat!

Parasiten

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Begriff Definition
Parasiten

Siehe auch separate Artikel zu den Themen Würmer, Toxoplasmose und Giardien

Grundsätzlich muss man zwei Arten von Parasiten unterscheiden, nämlich Ektoparasiten und Endoparasiten. Zu den Ektoparasiten gehört alles, was auf der Katze lebt. Das können Flöhe, Zecken, Läuse oder Milben sein. Endoparasiten sind Schmarotzer, die im Körper der Katze aktiv werden. Das sind vorwiegend Würmer, die vorwiegend den Darm besiedeln. (...)

Allgemein lässt sich sagen: Freigänger sind stärker gefährdet als reine Wohnungskatzen, Landkatzen mehr als Stadtkatzen und Jungtiere mehr als ältere Tiere und Mütter übertragen Parasiten auf ihre Kitten.

Zecken scheinen eine Vorliebe für besondere Blutgruppen zu haben – oder sie haben einen wählerischen Geruchssinn, wie auch immer. Denn bei gleicher Ausgangslage und Umgebung werden Katzen von massiv bis überhaupt nicht von diesen blutsaugenden Krabbeltieren heimgesucht. Bei Mehrkatzenhaushalten fällt das am besten auf: Manche Katzen kommen täglich mit Zecken nach Hause, andere sind offenbar immun dagegen. Von Frühjahr bis Herbst sollte man Freigängerkatzen täglich auf Zecken untersuchen, insbesondere im Kopf- und Halsbereich. Obwohl Katzen weniger anfällig für die von Zecken übertragenen Erreger sind, ist Gründlichkeit geboten. Denn noch nicht an ihrem Wirtstier festgebissene Zecken können auch an Menschen andocken. Die Folgen sind bekannt: Die durch Zecken ausgelöste Borreliose und die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) können fatale gesundheitliche Folgen haben. Festgebissene Zecken an der Katze sollte man beherzt, eventuell mit einer speziellen Zeckenzange, ausreissen. Auf der entsprechenden Hautstelle bilden sich kleine Krüstchen, die gewöhnlich nach wenigen Tagen von selbst verheilen. Bei starkem Befall können Zecken Juckreiz und lokale Entzündungen hervorrufen. Gegen den Befall – von Zecken wie von Flöhen – wirkt zuverlässig ein Spot-On-Mittel, das der Katze in den Nacken geträufelt wird. Diese Präparate sind durchaus umstritten, weil sie Nervengifte enthalten und die langfristigen gesundheitlichen Folgen für die Katze sind nur mäßig erforscht. Es gibt auch sanftere Mittel zur Zeckenbekämpfung, siehe Rubrik „Gut zu wissen“. Katzen reagieren auf die gesünderen Substanzen sehr unterschiedlich. Man muss es von Fall zu Fall ausprobieren.

Geben Sie Ihrer Katze niemals Spot-On-Präparate, die für Hunde gedacht sind. Diese könnten den Wirkstoff Permethrin enthalten, was für eine Katze tödlich wirken kann.

Zu einer echten Plage können Flöhe werden. Bei Streunerkatzen und deren Nachkommenschaft ist manchmal richtig Leben auf dem Fell. Natürlich können auch gepflegte Hauskatzen – wenngleich nicht so massiv – von diesen Plagegeistern befallen werden. Wenn sich die Katze auffällig oft kratzt, sollte man sie auf Flöhe untersuchen. Es ist bei einem Befall nicht damit getan, der Katze nur einmal ein Spot-On-Präparat zu verabreichen. Bei der Flohbekämpfung muss man systemisch vorgehen. Denn der ganze Zyklus des Flohwerdens – von der Eiablage über die Larve zur Puppe zum Floh spielt sich in der Umgebung der Katze ab. Liegeplätze, Decken, Sofas und was auch immer sind von den blutsaugenden Insekten kontaminiert und müssen gründlichst gereinigt werden. Die Prozedur muss nach ein paar Wochen wiederholt werden, um den Zyklus sicher zu durchbrechen. Flohbefallene Katzen sollten auch entwurmt werden, denn Flöhe sind mitunter Zwischenwirt für bestimmte Bandwürmer. Auch wenn Flöhe auf Menschenblut weniger Appetit haben: Der Erreger Bartonella henselae kann durch einen Flohbiss auf Menschen übertragen werden und Hautinfektionen auslösen.

Einen Flohtest durchzuführen ist einfach: Man setzt die Katze auf eine helle Unterlage und rubbelt sie gründlich durch oder verwendet einen Flohkamm, denn man nach dem Kämmen ausklopft. Schwarze abgefallene Krümelchen benetzt man dann mit Wasser. Wenn sich die schwarzen Partikel rosa verfärben, ist das ein sicheres Zeichen für Flohkot.

Katzenläuse kommen eher selten vor, sie befallen am ehesten verwahrloste und kranke Tiere. An Menschen sind Katzenläuse nicht interessert. Sie sind leichter zu bekämpfen als Flöhe, weil sie andere Fortpflanzungsrituale haben. Auch sie lassen sich mit einem Spot-On-Mittel abtöten. Allerdings kleben die Nissen nachhaltig im Fell und müssen mit viel Geduld ausgebürstet werden.

Für äussere Parasiten gibt es auch speziell imprägnierte Halsbänder. Bevor man aber der Katze ein solches Halsband anlegt, sollte man sich zwei Dinge überlegen: Die Halsbänder scheuern am Hals der Katze und nicht selten erzeugen sie neben einer Befindlichkeitsstörung auch allergische Reaktionen.
Zum anderen muss man sich bewusst werden, dass Halsbänder den giftigen Wirkstoff permanent abgeben.
Zudem kann sich eine Katze durch angelegte Halsbänder schwer verletzen oder sogar töten!

Langhaarkatzen können gelegentlich von Raubmilben befallen werden, aber dieses Getier kommt selten bei Katzen vor. Weit verbreitet aber sind Ohrmilben, sie besiedeln die äußeren Gehörgänge der Katze. Die winzigen Krabbeltiere sind weiß und ohne Lupe kaum erkennbar. Ohren, die innen „verdreckt“ aussehen, sind aber ein wichtiger Hinweis für Milben. Befallene Katzen haben Juckreiz, legen mitunter die Ohren an und halten manchmal den Kopf schief. Milben sind immer ein Grund, zum Tierarzt zu gehen. Zum einen können die Milben schmerzhafte Ohrenentzündungen auslösen, zum anderen werden Milben weniger mit frei verkäuflichen Spot-On-Mittel behandelt. Solche Präparate sind zwar auf dem Markt, wirksamer sind aber Emulsionen, die über mehrere Tage hinweg ins Ohr geträufelt und gründlich einmassiert werden. Milben haben zwar wenig Interesse an Menschen, trotzdem kommt es mitunter zu Überempfindlichkeitsreaktionen, etwa juckende Hautregionen.

Bei äußeren Parasiten sollten im Mehrkatzenhaushalt alle Tiere mitbehandelt – zumindest aber gründlichst untersucht werden. Alle Parasiten übertragen sich sehr schnell von der Katze zu Artgenossen und zu anderen Tieren.

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Gut zitiert...

Katzenzitat der Woche"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste."
(Theodor Heuss)
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