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Gesunde Ernährung von Katzen

KNW - Gesunde Ernährung ist für alle Lebewesen wichtig!Es ist immer wieder verwunderlich wie wenig sich Menschen mit der Ernährung ihrer Schützlinge beschäftigen, ist eine gesunde Ernährung doch der Grundpfeiler für einen gesunden Organismus (dies gilt selbstverständlich nicht nur für Katzen)! Vielmehr zeigt die Erfahrung, dass man Gewohnheiten von der Verwandtschaft, Freunden und Bekannten annimmt weil es schon immer so gemacht wurde oder schlimmer einfach den Futterherstellern blind vertraut. Nun ist das Thema allerdings deswegen bei Katzen so brisant, da in den meisten Fällen der Mensch allein bestimmt was die Fellfluse zu sich nimmt und welche Gewohnheiten sie sich aneignet.

 

Grundsätzliches:

Katzen zählen zu den reinen Carnivoren, das bedeutet, dass sie sich hauptsächlich von Fleisch ernähren (müssen). Das zeigt zum einen die natürliche Beute von Katzen: Kleinere Säugetiere wie Mäuse und Ratten aber auch Vögeln, Amphibien, Reptilien und Spinnen können auf dem Speiseplan stehen. Zum anderen zeigt dies der gesamte Verdauungsapparat. Die Katze hat ein typisches Scherengebiß mit sehr kräftigen Kiefermuskeln und ausgeprägten Reißzähnen. Zudem ist im Speichel verhältnismäßig wenig Amylase und der Dünndarm ist sehr kurz was dazu führt dass pflanzliche Nahrung entsprechend schlecht zersetzt und verwertet werden kann. Da Hauskatzen ursprünglich von der afrikanischen Falbkatze abstammen, welche durch ihre Herkunft darauf angewiesen war ihren Wasserbedarf durch ihre Beute zu decken, sind unsere Stubentiger nach wie vor verhältnismäßig zurückhaltende Trinker.

Die meisten Dosenöffner werden auch schon festgestellt haben dass Katzen meist ziemlich neophob veranlagt sind, dass heißt: „was sie nicht kennen fressen sie nicht“. Das ist grundsätzlich erst einmal eine wichtige Eigenschaft um in der Wildnis zu überleben unterstreicht allerdings auch welche große Verantwortung der Mensch gegenüber seinen Hauskatzen hat ihnen die richtige Ernährung so früh wie möglich nahe zu bringen.

 

Bedarf:

Der Bedarf einer Katze wird schnell offensichtlich wenn man sich die Beutetiere ansieht. Diese bestehen nicht nur aus Muskelfleisch sondern selbstverständlich auch noch aus Knochen, Blut, Fell & Haut, Leber und weitere Innereien, Herz, Magen inkl. Inhalt und natürlich zu einem sehr hohen Prozentsatz Wasser (ca. 75%). Studien belegen, dass die bevorzugte Zusammensetzung des Futters von Katzen aus 52 % Proteinen, 36 % Fette und 12% Kohlenhydrate besteht, dies entspricht auch in etwa der Zusammensetzung einer Maus (55-60% Protein, 23-30 % Fett und 3-8% Kohlenhydrate). Zudem hat sich gezeigt, dass ein zu hoher Kohlenhydratanteil die Aufnahme von den für die Katze wichtigen Proteinen begrenzt, dass heißt vereinfacht je mehr Kohlenhydrate im Futter sind desto schlechter kann die notwendige Menge an Proteinen aufgenommen werden. Werden Katzen nicht mit ausreichender Menge an für sie hochverdaulichen Proteinen (Fleisch) versorgt, bauen Sie körpereigenes Protein ab und damit Muskelmasse. Dies zeigt auch, dass eine vegetarische oder gar vegane Ernährung für Katzen absolut NICHT geeignet ist.

KNW - Gesunde Ernährung ist wichtig

 

Gutes Futter:

Aber wie erkennt man als normaler Katzendosi nun gutes Futter?

Vereinfacht sollten folgende Punkte Beachtung finden:

  • Ein möglichst großer Anteil an Fleisch (min. 70%)
  • Maximal circa ein Drittel davon sollten Innereien sein (Herz zählt nicht zu Innereien)
  • Keine nicht deklarierten tierische oder pflanzliche Nebenerzeugnisse
  • Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis (0,9 : 1 bis 1,1 : 1)
  • Ein geringer Anteil Kohlenhydraten (max. ca. 10%)
  • Ausreichende Beigabe von Taurin
  • Kein Zucker oder Inulin
  • Ein Feuchtigkeitsanteil von mind. 75%

Hierbei wird sofort ersichtlich, dass Trockenfutter in keinem Fall für die tägliche Fütterung geeignet ist, allein schon auf Grund eines Feuchtigkeitsgehalts von i.d.R. ca. 8%.

Einige Leser werden nun sicherlich sagen, dass Ihre Katzen aber doch bei Trockenfutterfütterung genügend trinken. Um vor Augen zu führen wie viel eine Katze trinken muss die mit Trockenfutter gefüttert wird, genügt vereinfacht eine Berechnung die davon ausgeht, dass eine durchschnittliche Katze 50 ml / kg Körpergewicht trinken muss. Das sind bei einer 4kg Katze ganze 200ml. 200ml erscheinen einem Menschen nicht viel, wer schon einmal einer Katze beim trinken zugesehen hat dem wird schnell klar dass dies sehr viel ist und kaum zu für sie zu schaffen. Dabei ist noch nicht mit ein berechnet, dass das Trockenfutter natürlich noch im Magen quellt und dem Körper zusätzlich Wasser entzieht.

Zudem spricht natürlich der hohe Anteil an Kohlenhydraten im Trockenfutter dagegen! Um den Anteil der Kohlenhydrate (genauer Nfe) im Futter zu berechnen reicht eine einfache Formel:100% – Rohasche – Rohfaser – Rohfett – Rohprotein – Feuchtigkeit = Nfe

Aber auch Dosenfutter ist nicht gleich Dosenfutter. Abgesehen von ominösen tierischen und pflanzlichen Nebenerzeugnissen (welche von Schnäbeln und Klauen bis hin zu Urin alles sein können), ist oftmals Zucker in verschiedenen Varianten zugesetzt, wobei dieser nur für den Dosi ist, damit das Futter appetitlicher aussieht - Katzen können Süße nicht schmecken! Zudem schwankt der Kohlenhydratanteil sehr stark, wenn er meist auch unter dem Wert von Trockenfutter liegt. Ganz zu schweigen vom tatsächlichen Fleischanteil, der in vielen Fällen noch nicht einmal 50% beträgt! Auch die genaue Deklaration der Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe müssen per Gesetzt im Katzenfutter häufig nicht ausgewiesen werden.

Eine relativ simple Methode um halbwegs vernünftiges Katzenfutter auf einen Blick zu erkennen ist der Blick auf die Fütterungsempfehlung des Herstellers. Bei herkömmlichen Supermarktfutter liegt diese i.d.R. bei 400g/Tag bei einer ausgewachsenen Katze, bei höherwertigem Futter oftmals nur noch bei 200g/Tag. Dies liegt daran, dass eine Katze die Inhaltsstoffe von hochwertigem Futter einfach besser verwerten kann und somit gar nicht so viel fressen muss um ihren Bedarf zu decken. Aber Vorsicht: dies soll nur ein grober Anhaltspunkt sein und ersetzt keineswegs die Beschäftigung mit dem Thema.

 

Trockenfutter sollte nur als Leckerlie dienenBARF = Biologisch artgerechte Ernährung

Viele Katzenhalter welche sich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt haben, gehen mittlerweile einen ganz anderen Weg, fernab von normalen Trocken- und Nassfutter. Sie versuchen so nah wie möglich an die ursprüngliche Ernährung heranzukommen und füttern somit Rohfleisch. Da ein Beutetier aber aus mehr als nur Muskelfleisch besteht müssen noch Zusätze (Supplemente) an das Futter gegeben werden. Diese Fütterungsmethode ist grundsätzlich die Gesündeste, allerdings nur wenn man sich intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt hat und somit auch weiß welche Zusätze in welchem Verhältnis gefüttert werden müssen. Andernfalls riskiert man eine Über- oder Unterversorgung bestimmter Vitamine und Mineralien welche wiederum gesundheitsschädlich sein können.

 

Krankheiten

Die Krankheitsbilder falscher Ernährung sind sehr vielfältig, ist die Ernährung wie eingangs erwähnt der Grundpfeiler einer gesunden Katze. Allerdings gibt es einige typische Krankheiten welche hier kurz angesprochen werden sollen.

Nicht anders als beim Menschen gibt es immer mehr Katzen welche an Übergewicht leiden, welches nicht selten durch zu viele Kohlenhydrate im Futter begründet liegt. Der Körper wandelt die überschüssigen Kohlenhydrate in Fett und nicht in Energie um. Hier zeigt sich auch, dass Trockenfutter zum abnehmen für die Katze niemals geeignet ist.

Auch die Futtermittelallergie trifft man immer häufiger bei Katzen an, dabei reagiert die Katze auf einen oder mehrere Stoffe im Futter allergisch z.B. mit Dauerdurchfall oder erbrechen.

Durch die übermäßige Fütterung von Trockenfutter und den zu geringen Flüssigkeitshaushalt stellen sich auch oft Harnwegserkrankungen ein welche sehr schmerzhaft sind und bei Katern oft mit einer Penisamputation enden.

Die Niere als Entgiftungsorgan wird bei falscher Ernährung auch übermäßig beansprucht schon alleine durch die Stoffe im Futter die der Körper nicht richtig verwerten kann. Eine Niereninsuffizienz wird leider meist viel zu spät erkannt und ist heutzutage Todesursache Nr. 1 bei Katzen. Ein erstes Anzeichen ist dass die betroffene Katze sehr viel mehr trinkt als normal, das wird allerdings bei Trockenfutterkatzen häufig gar nicht wahrgenommen, da diese soweiso schon viel mehr trinken (wenn auch nie genug).

Auch übermäßige Zahnsteinbildung zählen zu den Folgeerscheinungen falscher Ernährung, da das Gebiss nicht mehr zum „zerschneiden“ und „knacken“ von Fleisch und Knochen dient. Im Übrigen gibt es den reinigenden Effekt bei Trockenfutter nicht, die meisten Katzen schlucken die Bröckchen ohne beißen hinunter oder zerknacken sie nur einmal. Ein gesunder Abrieb kommt damit nicht zustande. Schlimmer: es bleiben Reste zwischen den Zähnen regelrecht kleben und verschlimmern den Zustand sogar noch. Für die Zahnreinigung empfiehlt es sich zweimal in der Woche einen Streifen Frischfleisch anzubieten, so dass die Katze ordentlich kauen muss (ACHTUNG: KEIN SCHWEINEFLEISCH wegen der Pseudotollwut).

Auch Krankheiten wie Krebs oder Diabetes werden von Experten der falschen Ernährung zugeschrieben, sind es doch Krankheiten welche erst seit dem Füttern von Industriefutter bei Katzen auftreten.

 

Ernährungsumstellung

Wer kennt das nicht: wir sind voller Elan und Überzeugung dabei unseren Pelzgurken das Beste vom Besten zu offerieren und was macht sie: Wendet sich mit einem vorwurfsvollen Blick ab!

Eine Futterumstellung, gerade von Trockenfutter, ist in den allermeisten Fällen nicht einfach und nur mit sehr viel Geduld zu erreichen. Nicht wenige Dosis müssen Monate daran arbeiten. Dabei hat sich bewährt, das neue Futter ganz langsam und löffelchenweise einzuschleichen, d.h. geben sie jeden Tag ein klein wenig mehr vom neuen Futter zum alten, falls die Katze verweigert kehren sie einfach wieder zum akzeptierten Mischverhältnis zurück und behalten dies ein paar Tage bei um dann weiter das Mischverhältnis zu erhöhen.Bei Trockenfutter können Sie mit einer Pflanzenspritze gefüllt mit Wasser nach und nach die Feuchtigkeit erhöhen, auch hier gilt wird ein gewisser Grad an Feuchtigkeit verweigert, einfach ein paar Tage bei der akzeptierten Dosierung bleiben und dann erneut zu erhöhen.Falls Sie sich nach ausgiebigen Informieren dazu entschlossen haben sollten in Zukunft roh zu füttern, muss die Katze anfänglich zunächst Kiefermuskeln aufbauen, fangen sie also zunächst mit kleineren Fleischstücken an bis sie zu den mausgroßen Stücken kommen.

Die wichtigste Regel einer Ernährungsumstellung die beachtet werden sollte:

Lassen Sie die Katze nie länger als 36 Stunden hungern, sonst könnte die Leber schaden nehmen.

Je früher sie mit dem richtigen Futter anfangen desto besser ist das für Katze und Dosi. Auch Kitten können schon an Rohfleisch gewöhnt werden, schließlich futtern diese in freier Wildbahn auch mit ca. 5-6 Wochen ihre erste Maus. halten Sie Abstand von Spezialfutter wie Kittenfutter, Anti-Hairball, Seniorfutter oder der gleichen - solange es sich um gutes Futter handelt ist dies überhaupt nicht nötig sondern reines Marketing. Gerade bei Kitten bis zu einem Jahr hat es sich bewährt sie so viel fressen zu lassen wie sie möchten. Sie können einem zwar manchmal die Haare vom Kopf fressen entwickeln allerdings ein gesundes Verhältnis zum Futter und hören auf wenn sie satt sind, sobald das Wachstum abgeschlossen ist reguliert sich das übermäßige Fressen von alleine.

 

Der Natur am meisten entspricht das BARFEN

 

Dieser Text stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll lediglich einen Überblick verschaffen und dazu anregen sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen!

 

Allerherzlichsten Dank an Finnegan, eine unserer unermüdlichen Redaktuerinnen unserer Facebookseite, für diesen hervorragenden Text!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 25. Juli 2013 15:19

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Gut zitiert...

Katzenzitat der Woche"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste."
(Theodor Heuss)
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